5 Fehler beim Sport in der Schwangerschaft

5 Fehler, die du beim Sport in deiner Schwangerschaft vermeiden solltest

Schwanger, Sport und jetzt? Welche Fehler sollte ich beim Sport in der Schwangerschaft vermeiden?

Vielleicht bist du eher der Typ: Ich mache mit meinem Training genauso weiter wie bisher. Was mein Körper gewohnt ist, wird schon ok sein. Oder du hast so viele Unsicherheiten und Ängste, dass du deinem Baby oder dir schaden könntest und machst am Ende gar keinen Sport mehr. 

Beides ist wohl nicht ideal: Sofern du eine Schwangerschaft ohne Komplikationen hast, solltest du unbedingt in Bewegung bleiben. Denn das bringt so viele Vorteile für dich und dein Baby. Jetzt ist aber definitiv nicht die Zeit  für sportliche Höchstleistungen. Du solltest dein Training in der Schwangerschaft von Monat zu Monat, Woche zu Woche, Tag zu Tag individuell an deine körperlichen und auch mentalen Voraussetzungen anpassen.

Welche fünf Fehler du beim Sport in der Schwangerschaft vermeiden solltest, zeigen wir dir hier. Es sind vielleicht nicht offensichtliche Fehler wie beispielsweise “Mache keine Sit-ups”, sondern eher Tipps für ein angepasstes Sportverhalten in der Schwangerschaft, von welchen du weit darüber hinaus profitierst. Eben unendlich fit.

1: Du machst weiterhin Sport wie bisher

Du besuchst nach wie vor deinen Pilates oder Yoga Kurs, gehst ins Fitnessstudio, läufst deine gewohnte Joggingsrunde oder machst deinen Teamsport. Häufig wird dir vielleicht empfohlen: Mach, was du dir gewohnt bist. Achte einfach darauf, dass du nicht zu intensiv trainierst, dann wird es wohl auch für deinen schwangeren Körper gut sein.

So einfach ist es aber nicht, denn der Körper und die Haltung verändern sich. Gewisse Übungen in einem normalen Sportkurs erhöhen den Druck im Bauchraum und somit auch auf den Beckenboden. Sie sind deshalb nicht ideal in der Schwangerschaft.

Bei Sportarten mit Impacts wie beispielsweise beim Laufen wirkt ein Vielfaches des Körpergewichts auf den Bewegungsapparat und auch auf den Beckenboden – in der Schwangerschaft natürlich noch mehr. Wer also beispielsweise laufen kann und will, sollte regelmässig den Beckenboden und die tiefen Bauchmuskeln trainieren sowie auch unbedingt Stabilisationsübungen durchführen.

2: Du hörst einfach nur auf deinen Körper

Natürlich ist unser Körper ein sehr guter Ratgeber und gerade sportliche Frauen haben oft ein besonders affines Körpergefühl. ABER, oft treten Beschwerden nicht unmittelbar bei oder nach einer sportlichen Tätigkeit auf – sondern erst später, eventuell auch erst viel später.

Beanspruchst du den Babybauch regelmässig falsch (z.B. Coning – der Bauch spitzt sich bei der Übungsausführung zu), hast du in der Schwangerschaft selber vielleicht keine Probleme. Später kann dir möglicherweise die Rektusdiastase – welche übrigens in der Schwangerschaft ganz normal ist, durch falsches Sport – und Alltagsverhalten aber verschlimmert werden kann – Probleme bereiten.

Oder durch zu viele Impact Bewegungen und kein funktionelles Krafttraining (inkl. Beckenbodentraining) erleidest du in der Schwangerschaft, nach der Geburt, oder auch erst Jahre danach, Beckenbodenprobleme oder auch Senkungen.

3: Was bei mir funktioniert, klappt auch bei dir

Ich, du, wir sind alle anders. Eigentlich haben wir auch im nicht schwangeren Zustand unterschiedliche körperliche Voraussetzungen und entsprechend individuelle Bedürfnisse beim Training. Und das ist auch nicht anders in der Schwangerschaft.

Die eine Frau hat beispielsweise früher einen Babybauch und muss relativ früh die Bauchübungen anpassen. Eine andere hat durch gewisse Sportarten einen sehr starken Beckenboden, während eine andere bei gewissen Bewegungen bereits in der Schwangerschaft Urin verliert. Eine ist gut ausdauertrainiert, eine hatte den Fokus eher auf Kraft.

Setzte dich mit deinen Voraussetzungen auseinander und leite dein Training in die für dich optimale Richtung. Kein nach rechts oder links Schauen, keine Vergleiche – für dich soll und muss es passen.

4: Modifiziere einfach deine Übungen und dein Training

Das soll und muss so sein, aber das alleine reicht nicht. Denn was bringt es beispielsweise, wenn wir im Training keine Sit-ups machen, dann aber aus der Rückenlage (z.B. im Bett) direkt statt über die Seite aufstehen oder von der zurückgelehnten Position auf dem Sofa hochkommen, ohne unseren Beckenboden sowie die tiefen Bauchmuskeln zu aktivieren.

Eine gute Haltung sowie auch die Aktivierung des Beckenbodens und der tiefen Bauchmuskeln sollte bereits in der Schwangerschaft im Alltag gut integriert werden. Nur so wird es zur Gewohnheit und wird irgendwann automatisiert. Dann profitierst du davon vor allem auch im vierten Trimester, also in der Zeit nach der Geburt.

∞5: Nur andere motivieren dich für Sport

Das ist toll. Eine Freundin oder das Training in der Gruppe kann wirklich sehr motivieren. Aber: Was ist, wenn die Freundin ausfällt oder dein Kurs fertig ist? Es hilft dir, wenn du weisst, wieso du Sport machst. Du fühlst dich beispielsweise danach besser oder es gibt dir bewusst Zeit für dich selber im Alltag. So bist du unabhängiger von anderen. Du suchst auch später als Mama eher deine Inseln. Weil dir Sport gut tut und einen Ausgleich im Mamaalltag gibt. Hier gibt es 10 Tipps für mehr Sport-Motivation in der Schwangersschaft. 

rund∞fit empfiehlt

Wir von rund8fit motivieren dich, dranzubleiben und dir hier auf unserer Plattform das nötige Wissen zu holen, um in deiner Schwangerschaft sicher, angepasst und funktionell zu trainieren. Die oben beschriebenen Fehler, welche du beim Sport in der Schwangerschaft vermeiden solltest, sollen dich zum Denken anregen und dir helfen, mit der für dich richtigen Einstellung sportlich aktiv zu bleiben.

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