Zuckerfreie Ernährung ist eine Herausforderung, die man gut ausprobieren kann.

Zuckerfrei leben als Familie – 5 wichtige Tipps

Zucker dominiert unsere Welt und ist in sehr vielen Produkten enthalten. Wir essen heute zu viel Zucker – dabei ist es relativ einfach, zuckerfreier zu leben, auch wenn man Kinder hat. Hier kommen 5 wichtige Tipps!

Seit ich Mama bin, achte ich noch mehr darauf, dass Zucker nicht täglich konsumiert wird. Da wir wenn immer möglich frisch kochen, kann ich das ziemlich gut kontrollieren. Wenn man sich aber von Fertigprodukten ernährt, ist überall versteckter Zucker enthalten. Er dient meist als Geschmacksverstärker. Kein Wunder, dass heute schon viele kleine Kinder mit Übergewicht zu kämpfen haben. Die WHO empfiehlt, dass höchstens 10%, besser 5%, aus Zucker bestehen sollte, das sind maximal 25g, das sind knapp 6 TL. Leider essen viele Leute 20% oder mehr. 

Zuckerfrei – das sind die Alternativen

Warum ist Zucker schädlich? Er lässt den Insulinspiegel in die Höhe schnellen und gerade Kinder können damit schlecht umgehen. Ausserdem fördert zu viel Zucker Krankheiten, zum Beispiel Diabetes Typ 2 und er macht dick und fördert Karies. Zucker ist aber heute überall enthalten, in Salatsaucen, sogar in Brötchen und Tomatensaucen.  Als Alternativen empfehle ich: Datteln mit Wasser pürieren, Apfelmus – gerade bei kleinen Kindern. Auch mal auf Xylit oder Erythrit auszuweichen macht Sinn (aber Achtung, sie können abführend wirken). Leider sind Rohrzucker, Kokosblütenzucker, Honig oder Agavendicksaft keine Alternative zu weissem Industriezucker, da sie fast genauso viel Glucose, also Einfachzucker enthalten.

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5 Tipps, um zuckerfrei zu leben

  1. Meide versteckten Zucker: Die Etiketten von Fertigprodukten und gekauften Produkten gut lesen
  2. Weniger Zucker benutzen
  3. Zuckeralternativen benutzen, wenn es sein muss
  4. Öfter frisch kochen und selber machen – und genug zu den Hauptmahlzeiten essen
  5. Süsses Obst und Dörrobst als Süssungsmittel verwenden

zu Punkt 1: Achte dich mal bei deinen Produkten zu Hause, wo überall Zucker drin ist. Und vermeide in Zukunft, diese zu kaufen! Auch Fruchtzucker ist übrigens nicht gesund, insbesondere wenn er konzentriert ist, wie dies in Quetschies der Fall ist. Und auch Produkte, die mit Fruchtzucker anstelle Haushaltszucker gesüsst sind, sind ungesund: denn Fruchtzucker macht sogar schneller dick als der normale Haushaltszucker und wirkt auch Kariesfördernd. Besser isst man Früchte und Obst, wo der Fruchtzucker im Verbund enthalten ist.

zu Punkt 2 ist sehr wichtig: es hilft schon in vielen Situationen, einfach weniger Zucker zu verwenden. Oder z.B. den Zucker über die Cornflakes, den Zucker im Kaffee einfach mal wegzulassen. Kinder benötigen auch nicht zum Frühstück schon gezuckerte Joghurts oder süsse Schokolade. Eine Umgewöhnung dauert aber einige Tage, schliesslich spricht man nicht umsonst von der Zuckersucht. Aber nach etwa 2 Wochen hat sich der Körper daran gewöhnt. Natürlich ist die Umgewöhnung nicht einfach, allenfalls lohnt sich ein Buch zu kaufen, oder es gibt Online Programme oder Coachings. In den meisten Fällen aber bekommt man es selber hin. Wichtig für Kinder ist, dass die Eltern hier als Vorbild vorangehen. 

Punkt 4 ist ebenfalls enorm wichtig: Wenn man selber Süssigkeiten macht, hat man die Kontrolle, wie viel drin ist und was drin ist. Also selber Kuchen backen, selber Brot backen, selber Granola machen etc. macht in vielen Fällen Sinn. Unsere liebsten Süssigkeiten für Kinder sind übrigens Schoko-Energyballs oder selbstgemachte Fruchtschnitten (Energyballs-Teig zwischen zwei Obladen streichen, und fertig sind Fruchtschnitten aus Datteln, Nüssen, Flocken). Aber auch Stillkugeln werden bei uns regelmässig gemacht. Auch Kinder werden sich schnell daran gewöhnen, und mögen mit Dörrobst gesüsste Speisen genauso gut. Am besten wäre natürlich, dass ein Kind von Anfang an nicht an Zucker gewöhnt wird und Zuckerspeisen nur eine Ausnahme bleiben. 

 

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Hier findest du ein leckeres Rezept für ein gesundes, zuckerfreies Bananenbrot

 

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Unser Ernährungsprogramm sowie dieser Artikel stammen von unserer Ernährungsexpertin Moana Werschler, auch bekannt als Miss Broccoli (@_missbroccoli).

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