Viele Frauen leiden unter einer Senkung der Beckenorgan, sei es der Gebärmutter, der Blase oder des Darms. Doch wann ist eine Operation wirklich notwendig? Welche alternativen Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Und wie beeinflussen Alter, Familienplanung oder hormonelle Veränderungen die Entscheidung für oder gegen einen Eingriff?
In diesem ausführlichen Interview beantwortet Prof. Dr. Kuhn, leitende Ärztin für Urogynäkologie und stellvertretende Chefärztin an der Frauenklinik Bern, zahlreiche Fragen, die aus der rund8fit-Community an uns herangetragen wurden. Sie spricht offen und praxisnah über operative Methoden, konservative Alternativen, Risiken, Erwartungen und gibt Einblick in ihren Arbeitsalltag an der Klinik.
Das Interview wurde geführt von rund8fit-Mitgründerin Stefanie Meyer.
Ein typischer Arbeitstag an der Frauenklinik – gibt es den überhaupt?
Prof. Dr. Kuhn beschreibt ihren Alltag als sehr abwechslungsreich. Zwar gibt es gewisse wiederkehrende Strukturen, beispielsweise finden ihre Sprechstunden meist montags, dienstags und donnerstags statt, während mittwochs und freitags in der Regel Operationen angesetzt sind. Doch je nach Woche und Bedarf kann sich das auch verschieben. Sie schätzt besonders, dass kein Tag wie der andere ist.
Inhaltlich ist sie vor allem in der Urogynäkologie tätig, dazu zählen nicht nur Senkungsoperationen, sondern auch Themen wie Inkontinenz, Probleme mit der Blasen- oder Darmentleerung, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder hormonelle Beschwerden. Ein weiterer Teil ihrer Tätigkeit ist die Gendersprechstunde, in der sie unter anderem Transpersonen begleitet, die sich in einer Transition befinden, sowie Erwachsene mit Störungen der Geschlechtsdifferenzierung.
Wie ist sie zur Urogynäkologie gekommen?
Ursprünglich wollte Prof. Dr. Kuhn Hausärztin werden. Da aber keine geeignete Stelle in der Gynäkologie verfügbar war, begann sie zunächst eine urologische Ausbildung am Inselspital in Bern. Diese Tätigkeit prägte sie stark und ebnete schliesslich den Weg zur Spezialisierung in der Urogynäkologie. Besonders prägend war ihre Zeit in England, wo sie mehrere Jahre in spezialisierten Zentren arbeitete, in denen pro Woche teils bis zu 100 Senkungsoperationen durchgeführt wurden. Insgesamt schätzt sie, dass sie selbst inzwischen mehrere tausend dieser Eingriffe gemacht hat.
Wann ist eine Senkungsoperation notwendig?

Die wichtigste Frage gleich zu Beginn: Wann sollte überhaupt operiert werden? Prof. Dr. Kuhn macht klar: Es gibt keinen einzelnen Test, der die Entscheidung über eine Operation vorgibt. Vielmehr braucht es eine umfassende Einschätzung der individuellen Situation. Folgende Faktoren fliessen in die Beurteilung ein:
- Hat die Patientin überhaupt Beschwerden?
- Wie stark ist der Leidensdruck?
- Wie fit ist die Frau insgesamt?
- Gibt es konservative Massnahmen, die bereits versucht wurden?
Wenn eine Frau beispielsweise keine Symptome hat, sieht sie keinerlei Anlass, ihr eine Operation zu empfehlen, selbst dann nicht, wenn der Befund objektiv deutlich ist. Es gehe immer darum, das Gesamtbild zu betrachten.
Beschwerden und Befunde – das passt nicht immer zusammen
Ein weiterer wichtiger Punkt: Der Grad der Senkung sagt nicht zwangsläufig etwas über die Schwere der Beschwerden aus. Manche Frauen haben eine ausgeprägte Senkung, empfinden aber kaum Beeinträchtigungen. Andere wiederum berichten von grossem Leidensdruck, obwohl der klinische Befund nur leichtgradig ist.
Hier empfiehlt Prof. Dr. Kuhn sehr differenziert vorzugehen, etwa auch durch eine Untersuchung im Stehen, nicht nur im Liegen. Denn insbesondere im Tagesverlauf können sich Senkungen verstärken. Viele Frauen berichten, dass sie morgens kaum Symptome haben, im Verlauf des Tages (beim Tragen, Gehen, unter Stress), aber zunehmend Beschwerden spüren. Eine Untersuchung gegen Abend kann deshalb aufschlussreicher sein.
Spielt das Alter eine Rolle bei der OP-Entscheidung?
Grundsätzlich nein. Prof. Dr. Kuhn betont, dass es weniger um das chronologische Alter geht, sondern vielmehr um die individuelle Situation der Frau: Wie fit ist sie? Welche Erwartungen hat sie? Gibt es noch einen Kinderwunsch? Wie wichtig ist der Erhalt von Sexualität? Eine 80-jährige Frau kann ebenso operiert werden wie eine 40-jährige, vorausgesetzt, die Indikation stimmt und die Frau ist gut informiert.
Was gilt bei Kinderwunsch oder nach der Geburt?
Wenn eine Frau noch Kinder möchte, beeinflusst das die OP-Entscheidung erheblich. Grundsätzlich empfiehlt Prof. Dr. Kuhn, in dieser Phase keine Operation durchzuführen. In der Stillzeit, so erklärt sie, seien viele körperliche Veränderungen noch nicht abgeschlossen. Beschwerden, die zwei Monate nach der Geburt auftreten, bessern sich in rund 96–97 % der Fälle im Verlauf von zwölf Monaten von selbst. Deshalb sollte eine OP frühestens dann in Betracht gezogen werden, wenn die Frau abgestillt hat und drei reguläre Menstruationszyklen hinter sich hat.
Falls dennoch operiert wird und später ein Kind geboren wird, lautet die Empfehlung: Kaiserschnitt. Zwar gibt es Einzelfälle, in denen Frauen nach einer Senkungs-OP vaginal entbunden haben, doch sicherer ist es, die rekonstruierte Beckenbodenstruktur nicht erneut zu belasten.
In unserem Blogartikel Organsenkung in der Schwangerschaft findest du noch weitere Informationen zu diesem Thema.
Wie lange sollten konservative Massnahmen ausprobiert werden?
Auch hier verweist Prof. Dr. Kuhn auf Erkenntnisse aus der Trainingslehre: Ein Muskel braucht etwa zwölf Wochen Training, um sich spürbar zu verändern. Diese Zeit sollte man der Physiotherapie mindestens geben. Häufig erleben sie und die betreuenden Therapeut*innen aber auch Verbesserungen schon früher und manche Frauen entscheiden sich dann bewusst, noch länger konservativ weiterzumachen.
Bei der Pessartherapie, also dem Einsatz von Hilfsmitteln, die die Scheidenwände stabilisieren, sieht Prof. Dr. Kuhn eine Lösung für viele Frauen, wenn diese die Handhabung beherrschen. Pessare können flexibel eingesetzt werden: nur beim Sport, im Alltag oder dauerhaft. Wichtig ist: Sie dürfen nicht tagelang in der Scheide verbleiben, um das Gewebe nicht zu reizen oder Infektionen zu begünstigen.
Wann stossen konservative Methoden an ihre Grenzen?
Grenzen konservativer Methoden zeigen sich laut Prof. Dr. Kuhn beispielsweise dann, wenn eine Frau sagt: “Ich will oder kann keine Physiotherapie machen.” Oder wenn sie den Umgang mit dem Pessar nicht schafft, etwa wegen motorischer Einschränkungen (z. B. bei Arthritis) oder Sehproblemen. Auch starkes Übergewicht kann die Anwendung erschweren. Letztlich kommt es immer auf die individuelle Motivation und Machbarkeit an.
Was tun, wenn Senkung und Inkontinenz gleichzeitig auftreten?
Nicht selten treten eine Senkung und eine Belastungsinkontinenz gemeinsam auf. In solchen Fällen stellt sich die Frage, ob beides gleichzeitig operiert werden soll, oder lieber nacheinander. Prof. Dr. Kuhn erklärt, dass es grundsätzlich möglich sei, beides in einem Eingriff zu behandeln. Allerdings ist das mit höheren Risiken verbunden: Probleme beim Wasserlösen, Harnverhalt oder stärkere Schmerzen können die Folge sein.
Deshalb empfiehlt sie in den meisten Fällen, die beiden Problematiken getrennt anzugehen, sofern das für die betroffene Frau praktikabel ist. In Einzelfällen kann eine Kombi-OP dennoch sinnvoll sein, etwa wenn eine lange Abwesenheit vom Arbeitsplatz nicht zweimal möglich ist.
Welche Operationsmethoden gibt es?
Laut Prof. Dr. Kuhn existieren über 30 unterschiedliche Operationsverfahren zur Behandlung von Senkungen. Sie unterscheidet dabei grob drei Kategorien:
- Operationen mit Eigenmaterial: Hier wird das körpereigene Gewebe zur Stabilisierung genutzt. Vorteil: kein Fremdmaterial. Nachteil: Das Gewebe ist oft der Grund für die Senkung, es hat also bereits versagt.
- Operationen mit Fremdmaterial (Netze): Häufig verwendet wird Polypropylen. Dieses Material ist dauerhaft und wird z. B. auch bei Leistenbrüchen eingesetzt. Vorteil: hohe Stabilität. Nachteil: Es besteht ein Risiko, dass das Netz in benachbarte Organe einwächst oder langfristig Beschwerden macht.
- Minimalinvasive Verfahren (z. B. roboter-assistiert): Für die Operateur:innen angenehmer, weil ergonomischer. Für die Patientin jedoch kein belegbarer Vorteil, ausser deutlich höheren Kosten. Studien zeigen bislang keinen medizinischen Mehrwert im Vergleich zur klassischen Bauchspiegelung.
TVT, TOT, Minislings & Bulking Agents
Bei Inkontinenzbehandlungen hebt Prof. Dr. Kuhn die Bedeutung der sogenannten TVT-Schlinge hervor (Tension-free Vaginal Tape), die seit den 1990er-Jahren verwendet wird. Ihre Erfolgsquote liegt nach 30 Jahren noch bei rund 80 %. Sie bezeichnet diese Methode als eine der wenigen echten Innovationen ihres Berufslebens.
Weitere Varianten sind:
- TOT-Schlingen (transobturatorisch): Ebenfalls effektiv, aber mit höherem Risiko für Schmerzen beim Geschlechtsverkehr.
- Minislings: Weniger invasiv, jedoch mit bisher nicht ausreichend belegter Langzeitwirkung.
- Bulking Agents: Eine Art “Unterspritzung” der Harnröhre mit dem Ziel, sie dichter zu machen. Vorteile: ambulant, lokal betäubt, geringe Nebenwirkungen. Nachteil: geringere Erfolgsrate (ca. 60 %), daher vor allem für sehr betagte oder vorerkrankte Patientinnen geeignet.
Wie sinnvoll ist eine Lasertherapie?
Die Lasertherapie hat in den letzten Jahren an Popularität gewonnen, vor allem für leichte Formen der Inkontinenz oder zur Behandlung von Scheidentrockenheit (z. B. im Rahmen eines hormonellen Mangelsyndroms). Laut Prof. Dr. Kuhn können damit leichte Inkontinenzsymptome verbessert werden, allerdings nicht bei ausgeprägten Senkungen.
Ein grosser Nachteil: Die Behandlung wird nicht von der Krankenkasse übernommen und kostet je nach Anbieter zwischen 1.800 und 2.900 Franken für drei Sitzungen, die in der Regel jährlich wiederholt werden müssen. Die Wirksamkeit ist begrenzt, Nebenwirkungen treten kaum auf.
Die Zeit nach der OP: Was ist wichtig?
Nach einer Senkungsoperation gelten klare Empfehlungen:
- Mindestens sechs Wochen Schonzeit, in der keine schweren Lasten gehoben werden dürfen.
- Kein Geschlechtsverkehr und keine öffentlichen Bäder in dieser Phase.
- Nachkontrolle nach sechs Wochen, um die Wundheilung zu überprüfen.
Danach empfiehlt Prof. Dr. Kuhn eine gezielte Beckenbodenphysiotherapie, um Rückfällen vorzubeugen und die Muskulatur wieder optimal anzusteuern. Die Patientin sollte lernen, Drucksituationen wie Niesen, Husten oder Heben möglichst beckenbodenschonend zu gestalten. Auch im Sport sollte ein allmählicher, kontrollierter Wiedereinstieg erfolgen. Hier kann unser Beckenboden Online Kurs eine sinnvolle Wahl sein, da du dort von einem strukturierten Aufbau profitieren und die Übungen individuell an deine aktuelle Situation anpassen kannst.
Besonders wichtig sei die erste Phase nach der OP: Netze brauchen etwa drei bis vier Wochen, um gut mit dem Gewebe zu verwachsen. In dieser Zeit dürfen keine Belastungen auf den Bereich einwirken, um ein erneutes Absinken zu verhindern.

Was ist wichtig beim Thema Sexualität nach einer OP?
Prof. Dr. Kuhn empfiehlt, in den ersten sechs Wochen nach der Operation auf penetrativen Geschlechtsverkehr zu verzichten. Diese Phase dient der Heilung, insbesondere, wenn innerlich Nähte vorhanden sind. Nach sechs Wochen erfolgt in der Regel eine gynäkologische Kontrolle. Ist die Heilung gut verlaufen, steht der Wiederaufnahme der Sexualität meist nichts im Weg.
Sie betont jedoch, dass es sehr individuell ist, wie Frauen nach einer Senkungsoperation Sexualität erleben. Manche spüren keinen Unterschied, andere berichten von einem veränderten Empfinden. Es ist deshalb wichtig, im ärztlichen Gespräch auch solche Fragen offen anzusprechen, inklusive der Frage, wie wichtig Geschlechtsverkehr im persönlichen Leben der Patientin ist. Diese Einschätzung kann auch die Wahl des Operationsverfahrens beeinflussen.
Wie sieht der Umgang mit Stuhl- und Windinkontinenz aus?
Ein häufig tabuisiertes Thema, das aber viele betrifft, besonders nach Geburten oder bei älteren Frauen. Prof. Dr. Kuhn macht deutlich, dass es für Wind- und Stuhlinkontinenz keine perfekte Lösung gibt, aber sehr wohl hilfreiche Ansätze:
- Beckenbodenphysiotherapie kann helfen, die Muskulatur zu stärken.
- Ernährungsanpassungen können Symptome lindern, insbesondere das Reduzieren von blähenden Lebensmitteln.
- Anal-Tampons bieten eine praktische Hilfe im Alltag und sorgen dafür, dass betroffene Frauen mehr “Vorlaufzeit” haben, um eine Toilette zu erreichen.
Sie weist darauf hin, dass Stuhlinkontinenz besonders stark tabuisiert ist. Frauen verschweigen sie oft, selbst im ärztlichen Gespräch. Umso wichtiger sei es, dass medizinisches Fachpersonal gezielt danach fragt und eine offene Gesprächsatmosphäre schafft.
Inwieweit spielt das Mikrobiom eine Rolle?
Ein spannender Forschungsbereich, der laut Prof. Dr. Kuhn in Zukunft noch an Bedeutung gewinnen wird, ist das Mikrobiom, also die Zusammensetzung der Bakterienflora, insbesondere im vaginalen Bereich.
Das Mikrobiom hat Auswirkungen auf die Wundheilung, die Infektanfälligkeit (z. B. Blasenentzündungen) und die Reaktion des Gewebes auf Operationen.
Sie erklärt, dass eine gesunde Vaginalflora (v. a. mit Lactobazillen) förderlich für die Heilung ist. Blutungen nach der OP können das Scheidenmilieu vorübergehend neutralisieren, weshalb sie die gezielte Unterstützung des Mikrobioms (z. B. mit Lactobazillen-Präparaten) teilweise bereits präoperativ empfiehlt.
Haben die Wechseljahre einen Einfluss?
Die hormonellen Veränderungen in der Perimenopause und Menopause können eine bestehende Senkung oder Inkontinenz verstärken. Durch den Östrogenmangel wird das Gewebe im Beckenbodenbereich dünner und weniger elastisch.
Prof. Dr. Kuhn empfiehlt in solchen Fällen lokale Östrogenbehandlungen (z. B. Zäpfchen, Cremen, Tabletten) und eine engmaschige Betreuung.
Sie betont, dass eine systemische Hormonersatztherapie (z. B. in Form von Pflastern oder Tabletten) allein häufig nicht ausreicht, um die Vaginalschleimhaut optimal zu unterstützen. Auch bei Frauen, die keine Hormone möchten, gäbe es mittlerweile Alternativen, z. B. Lasertherapie zur Behandlung der Scheidenatrophie.
Was sollte eine Frau vor einer OP bedenken?
Zum Schluss fasst Prof. Dr. Kuhn drei zentrale Überlegungen zusammen, die jede Frau anstellen sollte, bevor sie sich für eine Senkungsoperation entscheidet:
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Welche Beschwerden möchte ich mit der Operation loswerden? Es sollte eine klare Erwartung geben. Wenn etwa die Hoffnung besteht, dadurch weniger Blasenentzündungen zu bekommen oder “für den Partner attraktiver zu wirken”, sei das keine realistische Zielsetzung.
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Wie wichtig ist mir die Dauerhaftigkeit der Lösung? Eine 80-jährige Frau hat andere Erwartungen als eine 40-jährige mit Kinderwunsch. Hier spielt auch die Wahl der Methode eine Rolle.
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Welche Bedeutung hat Sexualität für mich? Diese Frage ist entscheidend für die OP-Planung. Denn gewisse Verfahren sind besser geeignet, wenn der vaginale Zugang erhalten bleiben soll.
Blick in die Zukunft: Prävention und Forschung
Prof. Dr. Kuhn wünscht sich, dass in Zukunft mehr Augenmerk auf die Prävention von Beckenbodenproblemen gelegt wird. Sie erklärt, dass es heute noch viele unbeantwortete Fragen gibt, etwa warum manche Frauen nach der Geburt eines durchschnittlich schweren Kindes massive Probleme entwickeln, während andere selbst nach Geburten mit über fünf Kilogramm keine Beschwerden haben.
Hier seien neue Forschungsansätze gefragt, etwa zur Druckverteilung im Becken, zur individuellen Gewebequalität oder zu genetischen Faktoren. Ziel müsse es sein, präzisere Vorhersagen treffen zu können: Wer hat ein hohes Risiko? Wer könnte von einem geplanten Kaiserschnitt profitieren? Wer eher nicht?
Derzeit existieren bereits erste Tools wie der “Your Choice”-Rechner. Doch die Unterschiede, die sich damit prognostizieren lassen, sind marginal, oft im Bereich von wenigen Prozentpunkten. Prof. Dr. Kuhn ist überzeugt, dass hier noch grosses Potenzial schlummert.
Fazit: Eine informierte Entscheidung ist der Schlüssel
Senkungen sind weit verbreitet, aber kaum ein Thema ist so individuell wie dieses. Es gibt nicht den einen richtigen Weg, sondern viele Optionen. Was zählt, ist die informierte Entscheidung.
Das Interview mit Prof. Dr. Kuhn zeigt, wie wichtig es ist, sich mit der eigenen Situation auseinanderzusetzen, Fragen zu stellen, konservative Methoden auszuprobieren und dann ganz bewusst zu entscheiden, ob und wann eine Operation der passende Schritt ist.
Das gesamte Video-Interview mit Prof. Dr. Kuhn findest du auf unserem YouTube-Kanal – für alle, die sich noch fundierter mit dem Thema auseinandersetzen möchten.
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